12 - 18 September 2022

We invite you to the
Anti-Autobahn-Climate-Camp.

Our climate camp is directed against the further construction of the A 143 and will take place from September 12 to 18, 2022 in the village of Gimritz, a few hundred meters next to the construction site of the highway 143. At the camp there will be a wide program of workshops, discussions, music and art.

Climate camps are at the heart of the climate justice movement. They are a place for networking and education of different political and social groups that are committed to environmental and social sustainability and the implementation of the UN Sustainable Development Goals are committed to. While the citizens' initiative "Saale Valley" exhausts the last legal possibilities, we want to build up much more pressure politically. We will make our resistance visible in many ways.

The flooding in the Ahr Valley last year and the heat waves and severe drought, combined with large-scale forest fires this year have shown us that ecocide (the destruction of our natural environment) threatens not only flora and fauna, but also our human life.

Why protest against Autobahn construction?

Heute noch eine Autobahn zu bauen bedeutet, den Klimawandel weiter anzuheizen.
Die A143 geht mitten durch wertvollste Schutzgebiete von europäischem Rang.
This highway threatens the unique biodiversity of the Lower Saale Valley, including numerous rare and endangered animal and plant species.

Attention: The making of picture & sound recordings is not allowed in the camp!
There is an authorized person who documents the days in the camp.

Current impressions

Here you can see some recent pictures from the camp:

Klimaschutz statt Autoschmutz! 

Saaletal-Erhalt, statt Autobahn-Asphalt!

Am Montag, 12. September, beginnt in Gimritz das Klimacamp Saaletal. Bis zum 18. September werden wir deutlich machen, dass der Bau der Autobahn 143 direkt neben dem Dorf Gimritz mitten in der schlimmsten Dürre seit Jahrhunderten ein Wahnsinn wäre. Die aktuell ruhenden Bauarbeiten dürfen nie wieder aufgenommen werden. Die Verantwortlichen müssen die Schäden an Landschaft und Natur so weit es überhaupt geht, reparieren und heilen.

Nur noch sehr wenig Zeit bleibt, die heute schon schlimme Erderwärmung auf ein geringeres Maß zu begrenzen satt den Planeten in einen einzigen Backofen zu verwandeln. Dafür muss die Nutzung von Autos, wie wir sie heute kennen, weitgehend aufhören. Und das muss sehr schnell passieren. Das Bauen von Straßen für Autos kann sofort aufhören. 

Diese eine und alle anderen Autobahn dürfen im Namen unserer Kinder und Enkel, im Namen von Arten- und Klimaschutz auf unser aller Erde nicht mehr weiter gebaut werden.

Wir fordern ein weitgehend öffentliches, überwiegend elektrisches und für alle Menschen bequem und sicher nutzbares Mobilitäts-System. Das 9-Euro Ticket hat den Weg und mögliche Geschwindigkeit gewiesen. 

Autobahnen führen zu noch mehr Autoverkehr. Das würde bedeuten, noch mehr Co2 Ausstoß, noch mehr Feinstaub, noch mehr Mikroplastik in unserer nächsten Umwelt, mehr Lärm, noch schnelleres Artensterben in den Naturschutzgebieten unteres Saaletal durch Zerschneidung, Boden-Versiegelung und Stickoxide. Durch den Rohstoff-Abbau von Sand, Kies, Erdöl, Zement, Bauxit und Stahl leiden viele andere Regionen weltweit. Unser Überkonsum zerstört heute schon die ökologischen Lebensgrundlagen im so genannte „globalen Süden“. Das muss aufhören. 

Wir begrüßen den seit Ende August wegen Materialmangel bzw. einer „Kostenexplosion“ verhängten Baustopp  an der A-143. Es geht uns nicht nur um diese 13 Kilometer lange Schneise der Zerstörung. Es geht uns um eine umfassende Zeitenwende für unsere gesamte Mobilität. Es geht um nicht weniger als die Möglichkeit, ein lebenswertes Ökosystem auf dem Planeten Erde für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten. 

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen und Papst Franziskus haben jüngst gemahnt: die Menschheit rast in Richtung Abgrund und Umweltkatastrophe nie gekannten Ausmaßes. Wenn wir noch umkehren wollen, dann muss es jetzt geschehen. Wie der jüngste Bericht des „Club of Rome“ berechnet, sind alle Pläne für eine Umkehr erst im Jahr 2050 oder selbst noch 2030 zu spät. Es muss jetzt geschehen. 

Hier in der Region hat die Autobahn 9 in der Region Gimritz zu noch mehr Trockenheit geführt. Jede weitere Bodenversiegelung stört das fragile ökologische Gleichgewicht und würde die kommenden Extrem-Sommer noch heißer und trockener machen. Heute an das lokale Klima von morgen denken heißt darum: Autobahn-Stopp. 

Wir laden alle interessierten Klimaschützer und Klimaschützerinnen zu den täglichen Veranstaltungen ab Montag ein. Der Besuch nur einzelner Veranstaltungen ist möglich. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten und eine Küche, für alle, die mehrere Tage zelten möchten. Wir bemühen uns um einen barrierearmen Zugang für Personen mit Behinderung.

Am Samstag dem 17. September findet 14:00 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „Natur-Erhalt statt Autobahn-Asphalt“ statt. Startpunkt ist in Gimritz und Ende in Friedrichschwerz. 

Presse AG des Klimacamps Saaletal